Projekte
SiGURT. Sicherheit. Landschaft. Lösung.

Der SiGURT (Sicherheitsgurt) ist eine Entwicklung unseres Büros, um die Kompatibilität von Verkehrssicherheit und Naturschutz im Spannungsfeld "Straße" zu verbessern und den Einsatz von Fahrzeug-Rückhaltesystemen zu minimieren.

Durch die Gestaltung einer befahrbaren, aufsteigenden Böschung nach Maßgabe der RPS kann ein hindernisfreier Seitenraum entstehen, der Fahrzeuge sanft umlenkt und Abkommensfolgen reduziert. Im Vergleich zum Anprall an eine Schutzplanke sind tendenziell geringere Unfallfolgen zu erwarten.

Zugleich ermöglicht der SiGURT naturnahe Vegetationszonen außerhalb des für Fahrzeuge erreichbaren Bereichs. So können Büsche, Sträucher und Bäume in sicherem Abstand zur Fahrbahn angeordnet werden, ohne die Verkehrssicherheit zu beeinträchtigen. Das verbessert nicht nur die landschaftliche Einbindung, sondern kann auch Pflegeaufwand und Unterhaltungskosten reduzieren.

Besonders in Kurven kann der SiGURT die Verkehrssicherheit erhöhen, fahrbahnnahe Pflanzungen ermöglichen und den Einsatz von Schutzplanken in geeigneten Fällen entbehrlich machen. Der SiGURT ist nach Maßgabe der RPS 2009 einsetzbar.
BaumINSEL. Verkehrssicherheit. Straßenbepflanzung.

„An Außerortsstraßen mit überörtlicher Bedeutung sollten Bäume nicht neu angepflanzt werden. Sinnvoll können dagegen unter Verkehrssicherheitsaspekten gesetzte Sträucher sein” (BMVBS 2010).

“Vor dem Aufstellen von Fahrzeugrückhaltesystemen ist zu prüfen, ob der Schutz besser […] durch Vermeidung, Beseitigung […] einer Gefahrenstelle erreicht werden kann” (RPS, FGSV 2009, gleichlautend DVR 2022).

Buschwerk und Sträucher können eine ökologisch und sicherheitstechnisch sinnvolle Variante der Straßenraumgestaltung sein. […] [D]ie Belastungen, denen die Insassen ausgesetzt sind, [sind] beim Anprall an einen Busch rund achtmal geringer als bei einer entsprechenden Kollision mit einem Baum (DEKRA 2013).

Die ESAB (FGSV 2006) eröffnen grundsätzlich die Möglichkeit, Ersatzpflanzungen an anderer Stelle vorzunehmen. Es wird empfohlen, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Ziel sollte eine Neuausrichtung der Straßenbepflanzung sein. In Bereichen, in denen aufgrund der Kriterien und Platzverhältnisse gezielt „weiche“ Fahrzeugrückhaltesysteme (FRS) eingesetzt werden können (sehr nachgiebige Systeme mit großem Wirkungsbereich und sanftem Umlenkverhalten), besteht die Möglichkeit, entlang der Landstraßen im Schutz dieser Systeme gesicherte Bauminseln zu schaffen. Dort könnten Baumpflanzungen erfolgen und durch ökologische Pflegekonzepte neue Lebensräume (Biotope) entstehen. Außerhalb einer BaumINSEL könnten (Ersatz)pflanzungen und damit auch Fahrzeug-Rückhaltesysteme entfallen.